Meine persönliche Social Media Strategie

Kerstin Hoffmann hat zu einer „Blogparade“ aufgerufen:

#Personalbrandmix 2020: Blog- und Webparade für Personenmarken

Eine Blogparade ist eine Aktion von Bloggern für Blogger und vor allem für deren Leser. Bei dieser Blog- und Webparade dreht sich alles um die eigene Personenmarke und ich durfte den Fragen nachgehen, wie ich mich in Social Media präsentiere möchte, was meine Ziele sind, wer meine Zielgruppe ist und welche Inhalte ich teilen möchte. Kurz: es geht um meine Social Media Strategie.

Ihr Nutzen: Lassen Sie sich durch diesen Artikel anregen, wie auch Sie sichtbarer für Ihre Kunden werden können und bekommen Sie eine Vorstellung davon, wie eine Strategie für Kanäle wie LinkedIn oder Xing aussehen kann.

Bevor ich über meine Strategie berichte, möchte ich kurz erzählen, wie meine Ausgangssituation war und wie alles anfing.

Michael Köhler

Wie alles anfing

Mein Fachgebiet – die Alarmierung von Menschen mit Sprachdurchsagen – führt im Vergleich zu anderen Technologien zur Alarmierung eher ein Schattendasein. Zu teuer, zu umständlich, schwer zu konzipieren, unsicher in der Ausführung und Abnahme. Die Liste der Vorurteile ist um ein Vielfaches länger. Am schwersten wiegt aber, dass es kaum Literatur dazu gibt, wann eine Sprachalarmanlage überhaupt eingesetzt werden sollte und so fing ich an, das Wenige zusammenzufassen und so gut es ging, bekannt zu machen.

Erste Erfolge waren einige Fachvorträge und ein Leitfaden (für die Erstellung von Brandschutzkonzepten) zum Thema. Das reichte mir jedoch nicht und ich überlegte, wie ich mein Wissen und meine Erfahrungen weiterverbreiten könnte. Mehr Vorträge? Schwierig für einen „Nobody“. Mehr Publikationen? … Ebenfalls nicht so einfach, „ohne Namen“.  Vielleicht mittels Social Media?

Vom Social Media Wenignutzer  …

Ich gebe zu, bis dahin (Anfang 2019) waren meine Xing und LinkedIn Accounts nur bessere Adressbücher. Auch wenn ich auf beiden Plattformen schon seit langem angemeldet war, hatte ich das diffuse Gefühl, dass mir die ein oder andere Grundlage fehlte, Social Media professionell zu nutzen.

Der Zufall kam mir in Form meiner Kollegin Silke Michel zur Hilfe. Diese interessierte sich für eine berufliche Weiterbildung und suchte nach „irgendwas mit Social Media“. Ich überlegte mir, dass das auch für mich eine Möglichkeit sein könnte, mir bei meinem Vorhaben zu helfen, mein Wissen über Sprachalarmierung zu verbreiten.

… zum angehenden Profi

Ende 2019 fingen wir dann beide eine Weiterbildung mit dem Ziel Social Media Managerin/Manager an der TH Köln an (die wir übrigens jüngst beide sehr erfolgreich abgeschlossen haben) um uns effektiv, kompakt und fundiert die Grundlagen für die Nutzung von Social Media Kanälen anzueignen.

Damit startete eine steile Lernkurve: vom Social Media Nichtnutzer zum „Sprachalarmierungs-Influencer“ mit eigener Strategie, eigenem Blog und zwei aktiven Social Media Kanälen: Xing und LinkedIn.

Neben der Weiterbildung las ich auch einige Fachbücher, insbesondere „Prinzip Kostenlos von Kerstin Hoffmann“ war und ist noch immer eine hilfreiche Leitlinie. Kerstin Hoffmann leitet darin ihre Leser sehr strukturiert zum Aufbau einer Personenmarke an.

Auf dem Weg zur persönlichen Personenmarkenstrategie

Für die Blogparade von Kerstin benenne ich nachfolgend in Stichworten die Überlegungen und ersten Schritte meiner persönlichen Personenmarkenstrategie exemplarisch für LinkedIn, Xing und meinen Blog michaelkoehler.eu:

LinkedIn/Xing

1. Ziele: 

Ich möchte

  • als Experte für Sprachalarmierung bekannt und anerkannt sein
  • Fachwissen teilen
  • allgemeines Verständnis für Sprachalarmierung wecken
  • Vortragsanfragen generieren
  • als Experte für Social Media im Vertrieb wahrgenommen werden

2. Kanalfestlegungen mit ersten Überlegungen zu Empfänger, Inhalten und Form:

LinkedIn und Xing: für mich aktuell die wichtigsten Kanäle in der B2B Kommunikation

3. Bezug zur gesamten Kommunikation und Kanal versprechen:

Dies sind aktuell die Hauptkanäle, um meine Ziele zu erreichen. Meine Beiträge bieten Fachinformationen, die viele Experteninnen und Experten interessieren, egal ob beim Hersteller, im Fachunternehmen, beim Planungsbüro oder als Bauherrin und Bauherr.

4. Empfänger:       

Menschen die beruflich mit Sprachalarmierung in Berührung kommen

5. Empfängernutzen:

Komprimiertes Wissen über Normen, Stand der Forschung, Akustik, Anwendung und über Probleme, die in der Praxis auftreten.

6. Inhalte:

Sprachalarmierung allgemein, menschliches Verhalten im Evakuierungsfall, Normen, Grundlagen

7. Form:  

Texte, ein Bild, Links auf Ereignisse (z.B. Berichte über Räumungsübungen)

www.michaelkoehler.eu

Mein Blog ist die zentrale Plattform um Besuchern mein Wissen möglichst strukturiert zugänglich zu machen. Mein Blog bietet Fachwissen, das für viele Menschen interessant ist, die sich mit Sprachalarmierung beschäftigen.

Ziele, Empfänger, Empfängernutzen, Inhalte, etc. sind die gleichen wie auch für LinkedIn oder Xing, mit dem Unterschied, dass diese auf meinem Blog immer zur Verfügung stehen, unabhängig von den Algorithmen auf LinkedIn und Xing.

Die Umsetzung

Die ersten Anfänge sind gemacht. Ich schaffe es, in der Regel einmal pro Woche einen Beitrag auf LinkedIn, Xing und auf meinem Blog zu veröffentlichen. Das ist mir zwar noch zu wenig, aber die derzeitige Arbeitsbelastung lässt derzeit kaum mehr zu.

Das mittelfristige Ziel ist, wöchentlich zwei kurze Beiträge und einmal im Monat einen längeren Artikel zu veröffentlichen.

Darüber hinaus konnte ich dieses Jahr bereits drei Fachartikel in Fachzeitschriften veröffentlichen. Dies zahlt auch auf das Ziel „Fachwissen teilen“ ein und führt auch zu deutlich mehr Sichtbarkeit.

Vor mir liegt noch ein weiter Weg, der Aufbau einer Personenmarke mit großer Reichweite ist ein Marathon. Es ist aber für mich sehr positiv, dass sich langsam so etwas wie eine Schreibroutine einstellt. Damit verbunden sind auch das Pflegen eines Redaktionsplans und die regelmäßige Erfassung von einigen wenigen Leistungskennzahlen.

Erfolge messen

Das Festlegen und Verfolgen von erfolgskritischen Kennzahlen – also der Key Performance Indicators  (KPIs) – ist für mich auch eine große Motivationshilfe. Es ist schlicht schön zu sehen, dass meine Veröffentlichungen wahrgenommen werden und wie mein Netzwerk langsam wächst. 

Hier ein kleiner Einblick in meine persönlichen KPIs:

KanalWoKPIISTZiel 12.2020
XingPlattformAnzahl Kontakte439530
 Gruppe SprachalarmAnzahl Mitglieder3040
 Gruppe SprachalarmArtikel720
LinkedInPlattformAnzahl Kontakte676820
 PlattformViews pro Beitrag*10001500
 Gruppe Sprachalarm (Mitglied)Anzahl Mitglieder3950
Meine persönlichen KPIs

*Durchschnitt über alle Beiträge, ohne Beiträge in den Gruppen

Zu KPIs in LinkedIn/Xing und wie diese ohne großen Aufwand erfasst werden können (insbesondere in Xing ist das nicht einfach) wird es in Kürze einen Beitrag von mir geben.

Folgen Sie mir

Dank des Aufrufes von Kerstin zu dieser Blogparade hatte ich einen guten Anlass, meine Strategie in Worte zu fassen. Ich bin jetzt schon gespannt, was ich bei der nächsten Blogparade in ein- oder zwei Jahren aufschreiben werde. Am spannendsten wird es aber sein, ob ich es schaffe, diese Vorhaben dauerhaft umzusetzen. Folgen Sie mir auf meinem Weg in LinkedIn, Xing oder auf meinem Blog!

Ein Gedanke zu „Meine persönliche Social Media Strategie“

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